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Wohnungseinrichtung

Wohnungsplanung mit dem Handy

Mit Augmented Reality können Möbel originalgetreu direkt an der Stelle angezeigt werden, wo sie später stehen sollen. So können Nutzer bei der Einrichtungsplanung ausprobieren, wie die gewünschte Einrichtung später aussehen wird. Doch wie funktionieren diese Apps? // Von Melanie Morgenstern und Daniel Schmitz.

08.02.2017//Ein leeres Zimmer soll eingerichtet werden und es stellt sich die Frage, wie die Möbel hingestellt werden sollen. Wenn die Wohnung verändert werden soll, fehlen oft die Ideen und das Vorstellungsvermögen, wie die Umgestaltung wirken wird. Eine neue Technik soll helfen, das Problem mit dem Smartphone zu lösen: per Einrichtungsapp.

Erweiterte Realität

Augmented Reality wird auch erweiterte Realität genannt, da durch sie computergestützte Erweiterungen in die Realitätswahrnehmung eines Menschen eingesetzt werden können. Diese erweiternden Informationen können in Form von Bildern, Texten oder Tönen dargestellt werden. Bei Fußballübertragungen wird die erweiterte Realität beispielsweise schon eingesetzt, um die Entfernungen einzublenden. "Die Technik machte in den letzten Jahren große Fortschritte, da nun auch Firmen wie Microsoft dahinter stehen", sagt Ernst Kruijff, Professor für Computergraphik und interaktive Umgebung an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Augmented Reality ist eine Technologie zur intelligenten Erweiterung der menschlichen Realitätswahrnehmung. Sie wird in Verbindung mit verschiedenen Apps, beispielsweise über den Handybildschirm eingesetzt. Nutzer sehen die reale Welt durch ihre Handykamera und per Augmented Reality können computergenerierte Informationen in das Sichtfeld übertragen werden. Diese Zusatzinformationen werden auf dem Handybildschirm wiedergegeben.

Funktion von Augmented Reality

Um Augmented Reality darstellen zu können, benötigt die Technik einen Senor, der die wichtigen Details und Eigenschaften der Umgebung erfasst. Im Fall der App übernimmt diese Funktion die Handykamera. Die Kamerabilder werden vom System eingelesen, damit Zusatzinformationen wie die Möbel aus Einrichtungs-Apps angezeigt werden können. Das nennt man Tracking. "Wenn das Tracking nicht richtig funktioniert, wirkt das Bild versetzt", erklärt Ernst Kruijff. Der Sensorinput wird mit einer speziellen Software verarbeitet. Diese Software ist meist speziell für die gewünschten Aspekte, beispielsweise die Möbelanzeige, entwickelt. Dazu benötigt die Software allerdings eine Positionserkennung des zu erweiternden Objektes. Dabei wird das Bild der Handykamera genutzt, um die Position der Möbel im Raum zu bestimmen. Die virtuellen Szenenelemente, also die Möbel, werden in das Kamerabild gerechnet und die erweiterte Realität wird für den Betrachter am Handybildschirm sichtbar.


Wohnung einrichten per Handy-App.// von Daniel Schmitz

Augmented Reality satt Möbelhäuser

Bislang mussten Kunden Möbelhäuser besuchen, um neue Möbel auszusuchen. Dabei ist in Möbelhäusern viel Platz, um die Möbel gut in Szene zu setzten. Augmented Reality könnte hierbei in Zukunft eine große Rolle spielen, da die Möbel ganz einfach mit dem Handy und entsprechenden Apps ausprobiert werden können, bevor sie gekauft werden. Bis jetzt bietet nur IKEA diese Funktion an. Auf Nachfrage erklärten andere Möbelhäusern wie beispielsweise Poco, Möbel Boss und Roller, dass an solch einer Methode kein Interesse bestünde oder es noch nicht geplant sei.

Probleme in der Praxis

In der Praxis ist das Einrichten per App jedoch gar nicht so einfach. Viele Apps wurden während der Entwicklung eingestellt und sind daher nicht benutzbar. "Systeme sind gescheitert, weil sie viel zu groß waren oder nicht genau genug", sagt Ernst Kruijff. Andere Apps sind nur für iOS-Geräte programmiret oder kostenpflichtig. Die aktuell verfügbaren Apps sind meist nicht benutzerfreundlich und haben nur wenige Möbel zur Auswahl. Diese Apps sind von Möbelhäusern wie IKEA, die auf den Augmented Reality Hype aufspringen wollten. Doch mit den schlecht entwickelten Apps, die zur Zeit auf dem Markt sind, scheint dieser Versuch gescheitert zu sein.

von Melanie Morgenstern und Daniel Schmitz

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Daniel Schmitz  Melanie Morgenstern

Daniel Schmitz und Melanie Morgenstern